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Am 31.August vor 76 Jahren fand in Schifflingen der Generalstreik statt. Um diesem besonderen Ereignis zu gedenken hatten sich wieder zahlreiche Gäste in Schifflingen eingefunden.

Zur diesjährigen Gedenkzeremonie gehörte nicht nur die Versammlung vor dem zentralen Monument auf dem Freiheitsplatz in Schifflingen. Wie bereits letztes Jahr, wurde zunächst um 17 Uhr auf dem Gelände des Esch/Schifflinger Stellwerks, in Anwesenheit von Gewerkschaftsvertretern, dem Schifflinger Bürgermeister Paul Weimerskirch, dem Schifflinger Schöffenrat, und Vertretern der Resistenz- und Kriegsopferorganisationen, Blumenkränze niedergelegt. Anschließend gegen 18 Uhr versammelten sich die zahlreichen Besucher auf der „Fräiheetsplaz“ in Schifflingen. Vor dem zentralen Monument, das an die Opfer der Nazibesatzung erinnern soll, fanden sich alle Besucher ein. Um Punkt 18 Uhr ertönte, wie damals zum Generalstreik, die schrille Sirene des Sicherheitsdienstes. Mit dem Ertönen der Sirene war es beinahe, als sei man in der Zeit zurückversetzt worden. Wie auf dem Gelände des Stellwerks, wurden auch hier Blumenkränze niedergelegt, als Gedenken an die Opfer des Generalstreiks sowie an alle Opfer der Nazibesatzung.

In einer anschließenden Rede erläuterte Paul Weimerskirch nochmals die geschichtlichen Aspekte dieser schrecklichen Vergangenheit. Zudem unterstrich er, dass man dass Solidarität und gegenseitiger Respekt und Toleranz die Basis für ein menschenwürdiges Zusammenleben sind und da seien alle Menschen gefordert, nicht nur die Politik. Er betonte auch, dass all die Menschen an denen wir an diesem Tag gedenken unseren tiefsten Respekt verdienen. Diesen Respekt, sagte er, solle man auch an folgende Generationen vermitteln. Damit solche Gräueltaten sich nie mehr ereignen sind Gedenktage wie die Streikgedenkfeier am 31. August wichtig und müssen unbedingt auch in Zukunft organisiert werden.

In diesem Zusammenhang wird ebenfalls die Ausstellung zum Thema « Generalstreik 1942 » noch bis zum 16.September in der Schifflinger Gemeinde gezeigt, welche nochmals die Hauptereignisse, als auch einige der Personagen und ihre damalige Rolle, schildert. Bürgermeister Weimerskirch bedankte sich bei Jérôme Courtoy für seine Recherchen und seinen Einsatz damit diese bereits existierende Ausstellung noch um einige Schifflinger Aspekte erweitert werden konnte. Darüberhinaus hatte der Historiker Courtoy mit Unterstützung der Gemeinde Schifflingen eine  Broschüre zum Thema « Die Eingemeindung Schifflingens an Esch/Alzette », veröffentlicht. Daraufhin hielt Jérôme Courtoy ein Referat in dem er auf seine Arbeit und die Geschehnisse von damals einging. So erhielten die Anwesenden einen interessanten Einblick in die Geschichte und einen Vorgeschmack auf den Inhalt der ihnen vorliegenden Broschüren.

Zum Abschluss der Gedenkzeremonie übergab Bürgermeister Weimerskirch das Mikrofon an Herrn Jos Steichen, welcher als einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen einen kleinen Teil seiner teils grausamen Erlebnisse mit den rund 100 Anwesenden teilte.

Anschliessend konnten die eingeladenen Gäste sich beim Ehrenwein austauschen und ihre eventuellen Fragen an die Redner richten.

Begrüssung und Rede von Paul Weimerskirch
Fortsetzung der Rede von Paul Weimerskirch

          

          

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